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Renault Fuego

renault_fuego-31980 stellte Renault den Fuego auf dem Genfer Autosalon vor, im selben Jahr als in Österreich „Video Killed The Radio Star“ die Hitparade anführte, Rudolf Kirchschläger zum zweiten Mal österreichischer Bundespräsident wurde und Rubiks Zauberwürfel seinen Siegeszug antrat. Dieses Auto sollte vor allem die Käuferschicht ansprechen, die sich Opel Manta oder Ford Capri zugewandt hatten und war der Nachfolger der Coupes Renault 15 und Renault 17, deren Tradition der Fuego bestmöglich fortführte: denn wie seine Vorgänger erscheint uns auch der Fuego heute als eher hässliches Auto mit seltsamen Proportionen. Dennoch war der Fuego von 1980-1982 das bestverkaufte zweitürige Sportcoupé in Europa. Im Erscheinungsjahr 1980 erhielt Renault für den Fuego gar „Das goldene Lenkrad“ verliehen, die erste derartige Auszeichnung für Renault überhaupt. Bis 1986 war der Fuego hierzulande als Neuwagen erhältlich, insgesamt wurden mehr als 260.000 Exemplare gebaut. Weiterlesen →

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Neue Serie: Die Letzten ihrer Art

Viele interessante Autos aus vergangener Zeit sind vom Aussterben bedroht: wenn nach etwa 15-20 Jahren keine zuverlässige Ersatzteilversorgung mehr vorhanden ist, der Rost an der Karosserie nagt, Motor und Getriebe schon mehrere hunderttausend Kilometer hinter sich haben, dann enden auch im Neuzustand ziemlich kostspielige und aufwendig konstruierte Autos einfach im Shredder und werden als Altmetall wiederverwertet. Nur wenige Exemplare überleben in den Händen von treusorgenden Besitzern, die ihre Fahrzeuge altersgemäß in Schuss halten und auch die vorgeschriebene jährliche technische Überprüfung problemlos schaffen.

Aber auch dieser Altbestand ist gefährdet – durch die (wahrscheinlich weltweit einzigartige) Überprüfung nach KFG §56 Abs 1a, die von der Behörde für Altfahrzeuge über 12 Jahre nach dem Zufallsprinzip angeordnet wird. Besteht das Fahrzeug diese (legendär strenge) Prüfung nicht, so wird nach einer „Gnadenfrist“ von 14 Tagen die Zulassung aufgehoben (auch wenn erst wenige Tage vorher die reguläre §57a-Pickerlüberprüfung positiv war!), das Fahrzeug kann ohne positive §56-Überprüfung nie mehr in Österreich zugelassen werden. Und diese ist für Autos de facto nicht zu bestehen, wenn sie nicht auf Neuzustand restauriert wurden. So enden in Österreich jedes Jahr hunderte Fahrzeugleben, wird sinnlos Privatvermögen vernichtet.

Wir möchten diese Autos wenigstens virtuell vor dem Tod bewahren: in unserer neuen Serie „Die Letzten ihrer Art“ möchten wir auf der Straße entdeckte Einzelexemplare von interessanten Autos vorstellen, die hierzulande noch vor wenigen Jahren zum normalen Straßenbild gehörten, mittlerweile aber nahezu ausgerottet sind. Den Anfang macht der Renault Fuego – so hat sich Renault in den 1980ern ein sportliches Coupe vorgestellt, das die Käufer von Opel Manta und Ford Capri zu Renault locken sollte.

Bisher in dieser Serie erschienen:

  • VW T1 Bulli Der VW Bus (Werkscode: Typ 2 Transporter 1) wurde Ende der 1940er-Jahre entwickelt. Aus dem VW Käfer stammten der luftgekühlte Boxermotor (mit anfangs nur 25 PS!) und das Getriebe. Durch eine zusätzliche Untersetzung betrug die Höchstgeschwindigkeit nur etwa 80 km/h. Das Fahrzeug hatte Trommelbremsen an allen vier Rädern und eine für heutige Begriffe ziemlich spartanische ...
  • Renault Fuego 1980 stellte Renault den Fuego auf dem Genfer Autosalon vor, im selben Jahr als in Österreich „Video Killed The Radio Star“ die Hitparade anführte, Rudolf Kirchschläger zum zweiten Mal österreichischer Bundespräsident wurde und Rubiks Zauberwürfel seinen Siegeszug antrat. Dieses Auto sollte vor allem die Käuferschicht ansprechen, die sich Opel Manta oder Ford Capri zugewandt hatten und war der Nachfolger der Coupes Renault ...
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Das unkomplizierte Leihauto für Wien

Vielleicht sind euch schon die vielen, vielen blau-weißen Smart aufgefallen, die seit einigen Tagen in ganz Wien herumstehen. Sie sind der Kern eines neuen Carsharing- und Mobilitätskonzeptes namens car2go, das unserer Meinung durchaus geeignet ist, vielen Stadtmenschen das eigene Auto zu ersetzen.

Denn car2go-Mitglieder können einfach per Magnetkarte in einen der insgesamt 500(!) in Wien geparkten Smarts einsteigen, damit herumfahren und ihn an (nahezu) beliebiger Stelle innerhalb Wiens wieder abstellen. Bezahlen muss man lediglich die Zeit, die man das Fahrzeug nutzt (derzeit 29 Cent pro Minute). Klingt nicht billig, ist es aber bei genauer Betrachtung dennoch: inkludiert sind nämlich Benzin und alle Kurzparkgebühren(!) innerhalb Wiens. Die Smarts sind mit Navi, Klimaanlage, ABS & ESP, Radio usw. ausgerüstet. Weiters sind die Fahrzeuge mit einem Selbstbehalt von € 500.- vollkaskoversichert und haben eine Autobahnvignette.

Aber der Reihe nach:

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Der Leuchtkäfer von VW

Eine ziemlich spektakuläre Werbeform hat sich VW für den neuen Beetle einfallen lassen. In Zusammenarbeit mit der Gewista und der Erich Götzinger WerbegesmbH wurden riesige 24-Bogen-Plakate entwickelt, die mit LED-Technik erleuchtet und animiert werden. Der Effekt ist ziemlich überraschend! So stellt man sich die Werbung des 21. Jahrhunderts vor:

Wer sich das „live“ ansehen will: eines der Plakate hängt an der Ecke Wagramer Straße/ Arbeiterstrandbadstraße, unübersehbar wenn man stadteinwärts fährt und an der Ampel halten muss. Wer weitere Standorte kennt – ab damit in die Kommentare!

Fotos & Animation: Gewista

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Pflichttermin für Benzinbrüder: Saisonausklang im Motorradmuseum

Am 29. und 30. Oktober 2011 findet im Motorradmuseum Sigmundsherberg das „Komm und schau“-Wochenende statt. Wer das noch nicht kennt, hat was versäumt: es handelt sich dabei um eine sensationelle Sammlung historischer Zweiräder von 1905 bis 1985 (die größte Sammlung Österreichs!), zusammengetragen vom Museumsbetreiber Fritz Ehn seit 1962. Jeweils von 10-17:00 kann man die alten Bikes zu ermäßigten Eintrittspreisen besuchen, als Rahmenprogramm wird zur Anreise mit dem eigenen zwei- oder vierrädrigen Oldtimer bis Baujahr 1985 aufgerufen. Somit sollte sich der Event zu einem ziemlich großen Treffen von Benzinsüchtigen entwickeln – wir sind gespannt (und natürlich mit dabei).

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Wie fährt sich wohl so ein F1-Bolide?

Wahre Fans dieser Sportart werden sich diese Frage schon öfter gestellt haben. Erstmals kann man eine Runde in einem F1-Wagen wenigstens via Video aus echter Fahrerperspektive erleben: der Pirelli-Testpilot Lucas di Grassi fuhr in Barcelona eine Runde mit Helmkamera, die genau auf Augenhöhe des Fahrers montiert war. Das ist deshalb etwa Besonderes, weil die Bordkamera der Fahrzeuge normalerweise ziemlich weit oberhalb des Fahrers auf der Airbox montiert ist, damit man als Fernsehzuschauer bestmögliche Übersicht hat. Auf Augenhöhe sieht man nämlich aus so einem Auto ziemlich wenig, man wundert sich, wie die Fahrer es schaffen, aus dieser Mäuseperspektive die Bremspunkte und Kurven abzuschätzen. Bei der Kamerafahrt sah Lucas di Grassi sogar noch weniger als sonst. Zitat:

“ I had to drive with only one eye open as the camera was blocking my other eye, quite tricky“

Unsere Hochachtung vor den Leistungen der Fahrer ist seit diesem Video noch um eine Stufe gestiegen:
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Autorevue-Quiz: Verkehrsrecht

Die Autorevue hat ein Expertenquiz mit Fragen aus dem aktuellen Verkehrsrecht veröffentlicht. Manche der richtigen Antworten entsprechen nicht dem gesunden Menschenverstand, sind aber gesetzlich gedeckt – aufgrund der vielen Reaktionen zu diesem Quiz wurde heute eine Stellungnahme und nähere Erläuterung zu den einzelnen Punkten veröffentlicht. Man lernt nie aus…

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Klassiker in Lego: der VW Bus T1

Mit Lego Technik lassen sich ja ziemlich schräge Fahrzeuge bauen. Ein relativ neuer Bausatz ist ein Must-Have für Fans des klassischen VW T1 Busses von 1962, denn die Produktentwickler haben es tatsächlich geschafft, das Kultauto aus Lego nachzubauen. Weihnachten ist nicht mehr weit – und mit mehr als 1332 Teilen zum Zusammenbauen sollte es über die Weihnachtsfeiertage nicht langweilig werden. Das Modell kann im Lego-Onlineshop um 99 Euro bestellt werden. In diesem Artikel gibts ein Video, in dem der Designer des Lego-T1 das Modell vorstellt und die Details zeigt und wir haben hier einen Zeitrafferfilm, der den Zusammenbau zeigt: Weiterlesen →

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Wenn der Anhänger pendelt oder: zwei Autos auf einmal zerlegen

Mit einer vernünftigen E-zu-B-Ausbildung wäre das nicht passert – dieser Pechvogel zerlegt gleich zwei Autos auf einmal. In diesem Fall geht die Aktion ohne Personenschaden aus, aber es kann weit schlimmer kommen. Blöderweise ist meist der Fahrer schuld, plötzliche technische Defekte sind vergleichsweise selten. Man sollte daher die Ursachen kennen, warum ein Anhänger zu pendeln beginnt:

  • zu hohes Tempo
    Mit dem Anhänger hinterm Auto fällt Tempobolzen sowieso aus. Abgesehen davon, dass ohnehin nur 80 oder 100 km/h je nach Anhängertyp erlaubt sind – selbst das kann zu viel sein!
  • falsche Stützlast
    Durch falsche Beladung lastet zu wenig oder zu viel Gewicht der Anhängerdeichsel. Bei zu geringer Stützlast beginnt das Gespann schon bei geringen Geschwindigkeiten zu pendeln. Aber auch zu hohe Stützlast kann zum Problem werden. Beachten Sie daher die vom Anhängerhersteller empfohlenen Werte, wobei sie die maximal zulässige Stützlast für die auf ihrem Fahrzeug montierte Anhängekupplung nicht überschreiten dürfen. unverzichtbares Helferlein dabei: eine Stützlastwaage, wie man sie um wenig Geld im gutsortierten Campingfachhandel oder online bekommen kann. Als Faustregel für die minimale Stützlast gilt ca. 4% des zulässigen Anhängergewichts.
    Eine sehr anschauliche Demo, wie sich falsche Stützlast auswirkt, ist in diesem Video zu sehen:

  • Spurrillen/Spurwechsel
    Ein Gespann reagiert viel empfindlicher auf Spurrillen als ein PKW alleine. Abhilfe: wenn möglich etwas versetzt fahren, rechtzeitig Tempo reduzieren. Beim Spurwechsel sollte man hektische Lenkmanöver vermeiden. Kritsich und gefährlich kann es werden, wenn beide Dinge zusammenkommen: beim Spurwechsel aus Spurrillen heraus, etwa zum Überholen auf der Autobahn kann das Gespann unrettbar aufschaukeln.
  • Wind
    Wetterbedingter Wind ist unangenehm, wenn man mit einem Anhänger unterwegs ist, besonders bei stark wechselnder Windstärke und Böen. Achtung auch nach Tunnelausfahren, dort wartet oft heimtückischer Seitenwind. Und auch der Luftzug durch vorbeifahrende Fahrzeuge oder beim Überholen von LKW kann das Gespann in eine kritische Situation bringen.
  • falscher Reifenluftdruck am Anhänger oder Zugfahrzeug
    Bei zu geringem Luftdruck drohen einerseits Reifenüberhitzung und in weiterer Folge Reifenschäden, aber selbst wenn der Pneu das überlebt, leidet das Fahrverhalten unter zu wenig Druck. Empfohlene Werte findet man in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.
  • defekte Stoßdämpfer am Anhänger oder Zugfahrzeug
    Defekte stoßdämpfer wirken sich schon im Solobetrieb dramatisch auf die Strassenlage eines KFZ aus, da bei defekten Dämpfern die Reifen „springen“, dadurch weniger Bodenhaftung und daher weit weniger Kräfte übertragen können. Umso wichtiger sind funktionierende Stoßdämpfer beim Gespannfahren. Daher mindestens einmal jährlich die Funktion überprüfen lassen. Das kann man um wenig Geld bei der jährlichen §57a-Überprüfung bei einem Automobilklub mit erledigen lassen.

Natürlich gibt es mittlerweile auch technische Hilfen, die das Fahren mit Anhänger erleichtern, indem das Pendeln weitgehend verhindert werden soll: Anti-Schlinger-Anhängekupplungen und das Anti-Schleuder-System ATC von Al-Ko können am Anhänger auch nachgerüstet werden, Opel und BMW bieten ein ESP für Anhängerbetrieb an, das man beim Kauf eines neuen Autos dazubestellen muss.  Aber die Grenzen der Physik können die besten Helferlein nicht verschieben – wer ZU schnell fährt und ZU hektisch am Lenkrad kurbelt, wird trotzdem sein Gespann im Straßengraben versenken.

Was kann man aber tun, wenn der Anhänger pendelt?

Es geistern viele „Hausmittel“ und schlichtweg falsche Ammenmärchen herum, die angeblich helfen sollen, wenn das Gespann zu pendeln beginnt. Mittlerweile wurden die verschiedenen Tipps ausgiebig getestet und viele dieser Dinge haben sich als Blödsinn herausgestellt (völliger Unfug ist es etwa, noch zusätzlich Gas zu geben, um „das Gespann zu strecken“).
Die einzig richtige Reaktion, wenn das Gespann zu pendeln beginnt: Lenkrad festhalten, NICHT gegenlenken (das verstärkt das Pendeln!) und beherzt auf die Bremse treten, um rasch Geschwindigkeit abzubauen. So überleben sowohl Fahrer als auch Gespann diese kritische Situation.

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