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Führerscheinausbildung in der Schule?

Die Sozialistische Jugend Steiermark fordert, die theoretische Führerscheinausbildung kostenlos bereits in den Schulunterricht einzubauen. Der Verhaltenskodex im Straßenverkehr sei Allgemeinwissen, außerdem erwarte man sich dadurch eine Verbilligung der Führerscheinausbildung. Die Argumente für die Kostenreduktion laut steiermark.orf.at klingen auf den ersten Blick logisch: in der Fahrschule stehen durchschnittlich 32 Theoriestunden nur etwas mehr als 20 Fahrstunden gegenüber. Somit müsste der Schein doch drastisch billiger werden – oder nicht?

Sorry, liebe SJ Steiermark – so einfach funktioniert die Milchmädchenrechnung nicht. Beim Theorieunterricht in der Fahrschule unterrichtet ein Fahrschullehrer dutzende Schüler auf einmal, die anteiligen Kosten für den Betrieb des Kursraumes sind vernachlässigbar gering. Auf den einzelnen Schüler umgerechnet ist Theorie der biligste Teil der Fahrschulausbildung. Anders bei der Praxis: ein Fahrschüler belegt alleine ein komplettes Auto und hat einen persönlichen Fahrlehrer, der die ganze Doppelstunde nur für ihn da ist (zumindest ist das in seriös betriebenen Fahrschulen so). Der Stundenlohn für den Fahrlehrer, die Leasingkosten fürs Auto, anteilige Service- und Wartungskosten und der für die Fahrstunde nötige Kraftstoff summieren sich zu beträchtlichen Eigenkosten für die Fahrschule. Man kann diese Aufteilung auch recht einfach anhand der Paketkosten und den Fahrstundenpreisen nachvollziehen. Mehr als 2/3 der Kosten entfallen auf Fahrstunden – der Schein wird daher leider nicht um riesige Beträge billiger werden können. Mehr als ein medienwirksamer Aufhänger ist die versprochene Kostenreduktion daher nicht – mit etwas Schulmathematik hätte das aber auch die SJ nachvollziehen können.

Wir finden die Idee dennoch gut, denn selbst Radfahrern und Fußgängern würde es nicht schaden, zumindest einmal den B-Theorieunterricht besucht zu haben. Allerdings sollte der Stoff von qualifizierten Fahrschullehrern, die den Inhalt  interessant und vor allem fachlich korrekt(!) präsentieren können, vorgetragen werden. Nicht umsonst verlangt der Gesetzgeber für Fahrschullehrer ziemlich hohe Grundqualifikationen, es sollte also der Theorieunterrricht nicht einfach einem normalen Lehrer mit zuviel Freizeit „umgehängt“ werden – das schadet mehr als es nutzt.

 

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Google Street View: Fiat ärgert Volkswagen

Fiat hat es in Schweden geschafft, den Konkurrenten Volkswagen zu ärgern: rechtzeitig unmittelbar bevor das Google-Street View-Kamerafahrzeug die schwedische VW-Zentrale ablichtete, wurde frech direkt vorm Haupteingang ein knallroter Fiat 500 geparkt. Da die Streetview-Bilder üblicherweise sehr selten, wenn überhaupt nachfotografiert und ausgetauscht werden, wird der rote Flitzer wohl längere Zeit im Netz zu sehen sein, wenn man in Google Maps nach „VW Schweden“ sucht und auf Street View umschaltet.

Fiat weist jede Schuld von sich – man hätte damit nix zu tun…

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Best of Börse: wer das Besondere sucht…

Die Autorevue präsentiert auf ihrer Website seit einiger Zeit skurrile Fahrzeuge, die zum Verkauf stehen. Wenn man ein höchst einzigartiges Gefährt sucht oder sehr leidensfähig bei Restaurierung und Erhaltung von automobilen Kostbarkeiten ist, dann findet man hier garantiert das Richtige: HotRods mit 400 PS, Volvo Amazon als Restaurationsbasis, perfekte Fluchtautos und vieles mehr. Dafür gibts einen fixen Platz in unserer Linkliste (wo auch Autorevue Motorblog neu dabei ist).

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Eisglatte Straße & schlechte Sicht – eine tödliche Kombination

Schöner als in diesem Video kann man nicht zeigen, was passieren kann, wenn man bei schlechter Sicht auf glatter Strecke zu flott unterwegs ist. Lieber 10 Minuten zu spät als ein Leben lang tot…
Wir wünschen unseren Lesern ein unfallfreies Jahr 2012!

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Was ist neu 2012?

Für Autofahrer gibt es auch 2012 wieder etliche Neuerungen, die zu beachten sind. Die drei wichtigsten:

  • Rettungsgasse: Auf Autobahnen und Schnellstraßen muss künftig bei zäh fließendem Verkehr und bei Stau eine Rettungsgasse gebildet werden, damit Einsatzfahrzeuge rascher vorwärts kommen, was auf Strecken ohne Pannenstreifen ja noch einleuchtend klingt. Bei vorhandenem Pannenstreifen stellt sich uns allerdings die Sinnfrage, außerdem ist die Rettungsgasse IMMER zu bilden, auch wenn sich weit und breit noch kein Einsatzfahrzeug nähert. Die Rettungsgasse darf nicht befahren werden, auch nicht von Motorrädern, die sich ja sonst zwischen stehenden Fahrzeugen sehr wohl vorschlängeln dürften. Die unausgegorene Regelung wurde mit Unsummen an Werbebudget bekannt gemacht, gilt seit 1.1.2012 und wer ein Einsatzfahrzeug behindert muss mit Strafen bis 2180 Euro rechnen. Alle Infos darüber gibt es auf www.rettungsgasse.com
    Detail am Rande: trotz millionenschwerem Werbeetat haben es die Verantwortlichen nicht geschafft, sich rechtzeitig auch rettungsgasse.at, co.at und or.at zu reservieren. Und dort sind nun (zu Recht) ziemlich kritische Berichte zu finden.
  • Autobahnvignette: ist für 2012 „mangofarben“ und wird wieder einmal teuer. Die genauen Preise und Typen finden sich auf der Asfinag-Website.
  • Kurzparken in Wien: wird ebenfalls (empfindlich) teurer und kostet pro 30 Minuten nun 1 Euro (statt wie bisher 60 Cent). Auch Falschparken wird teurer, statt bisher 21 Euro gibts nun einen 36-Euro-Erlagschein für Verkehrssünder. Das Parkpickerl für Anrainer wird im Gegenzug etwas billiger (120 statt 135 Euro pro Jahr), was aber eher als kosmetische Aktion zu verstehen ist, nicht als echte Erleichterung. Auch die Abschleppgebühren wurden bei dieser Gelegenheit kräftig angehoben – statt 192 Euro zahlt man seit 1.1. bei der Abholung des Fahrzeugs 242 Euro(!) plus 9 Euro Stellplatzgebühr pro Tag (statt bisher 7.-)

Mehr Infos zu den Neuerungen 2012 finden sich auf den Websites von ARBÖ und ÖAMTC, denn auch im Ausland gibt es vielerlei Neuigkeiten, die man beachten sollte.

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Renault Fuego

renault_fuego-31980 stellte Renault den Fuego auf dem Genfer Autosalon vor, im selben Jahr als in Österreich „Video Killed The Radio Star“ die Hitparade anführte, Rudolf Kirchschläger zum zweiten Mal österreichischer Bundespräsident wurde und Rubiks Zauberwürfel seinen Siegeszug antrat. Dieses Auto sollte vor allem die Käuferschicht ansprechen, die sich Opel Manta oder Ford Capri zugewandt hatten und war der Nachfolger der Coupes Renault 15 und Renault 17, deren Tradition der Fuego bestmöglich fortführte: denn wie seine Vorgänger erscheint uns auch der Fuego heute als eher hässliches Auto mit seltsamen Proportionen. Dennoch war der Fuego von 1980-1982 das bestverkaufte zweitürige Sportcoupé in Europa. Im Erscheinungsjahr 1980 erhielt Renault für den Fuego gar „Das goldene Lenkrad“ verliehen, die erste derartige Auszeichnung für Renault überhaupt. Bis 1986 war der Fuego hierzulande als Neuwagen erhältlich, insgesamt wurden mehr als 260.000 Exemplare gebaut. Weiterlesen →

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Neue Serie: Die Letzten ihrer Art

Viele interessante Autos aus vergangener Zeit sind vom Aussterben bedroht: wenn nach etwa 15-20 Jahren keine zuverlässige Ersatzteilversorgung mehr vorhanden ist, der Rost an der Karosserie nagt, Motor und Getriebe schon mehrere hunderttausend Kilometer hinter sich haben, dann enden auch im Neuzustand ziemlich kostspielige und aufwendig konstruierte Autos einfach im Shredder und werden als Altmetall wiederverwertet. Nur wenige Exemplare überleben in den Händen von treusorgenden Besitzern, die ihre Fahrzeuge altersgemäß in Schuss halten und auch die vorgeschriebene jährliche technische Überprüfung problemlos schaffen.

Aber auch dieser Altbestand ist gefährdet – durch die (wahrscheinlich weltweit einzigartige) Überprüfung nach KFG §56 Abs 1a, die von der Behörde für Altfahrzeuge über 12 Jahre nach dem Zufallsprinzip angeordnet wird. Besteht das Fahrzeug diese (legendär strenge) Prüfung nicht, so wird nach einer „Gnadenfrist“ von 14 Tagen die Zulassung aufgehoben (auch wenn erst wenige Tage vorher die reguläre §57a-Pickerlüberprüfung positiv war!), das Fahrzeug kann ohne positive §56-Überprüfung nie mehr in Österreich zugelassen werden. Und diese ist für Autos de facto nicht zu bestehen, wenn sie nicht auf Neuzustand restauriert wurden. So enden in Österreich jedes Jahr hunderte Fahrzeugleben, wird sinnlos Privatvermögen vernichtet.

Wir möchten diese Autos wenigstens virtuell vor dem Tod bewahren: in unserer neuen Serie „Die Letzten ihrer Art“ möchten wir auf der Straße entdeckte Einzelexemplare von interessanten Autos vorstellen, die hierzulande noch vor wenigen Jahren zum normalen Straßenbild gehörten, mittlerweile aber nahezu ausgerottet sind. Den Anfang macht der Renault Fuego – so hat sich Renault in den 1980ern ein sportliches Coupe vorgestellt, das die Käufer von Opel Manta und Ford Capri zu Renault locken sollte.

Bisher in dieser Serie erschienen:

  • VW T1 Bulli VW T1 BulliDer VW Bus (Werkscode: Typ 2 Transporter 1) wurde Ende der 1940er-Jahre entwickelt. Aus dem VW Käfer stammten der luftgekühlte Boxermotor (mit anfangs nur 25 PS!) und das Getriebe. Durch eine zusätzliche Untersetzung betrug die Höchstgeschwindigkeit nur etwa 80 km/h. Das Fahrzeug hatte Trommelbremsen an allen vier Rädern und eine für heutige Begriffe ziemlich spartanische ...
  • Renault Fuego Renault Fuego1980 stellte Renault den Fuego auf dem Genfer Autosalon vor, im selben Jahr als in Österreich „Video Killed The Radio Star“ die Hitparade anführte, Rudolf Kirchschläger zum zweiten Mal österreichischer Bundespräsident wurde und Rubiks Zauberwürfel seinen Siegeszug antrat. Dieses Auto sollte vor allem die Käuferschicht ansprechen, die sich Opel Manta oder Ford Capri zugewandt hatten und war der Nachfolger der Coupes Renault ...
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Das unkomplizierte Leihauto für Wien

Vielleicht sind euch schon die vielen, vielen blau-weißen Smart aufgefallen, die seit einigen Tagen in ganz Wien herumstehen. Sie sind der Kern eines neuen Carsharing- und Mobilitätskonzeptes namens car2go, das unserer Meinung durchaus geeignet ist, vielen Stadtmenschen das eigene Auto zu ersetzen.

Denn car2go-Mitglieder können einfach per Magnetkarte in einen der insgesamt 500(!) in Wien geparkten Smarts einsteigen, damit herumfahren und ihn an (nahezu) beliebiger Stelle innerhalb Wiens wieder abstellen. Bezahlen muss man lediglich die Zeit, die man das Fahrzeug nutzt (derzeit 29 Cent pro Minute). Klingt nicht billig, ist es aber bei genauer Betrachtung dennoch: inkludiert sind nämlich Benzin und alle Kurzparkgebühren(!) innerhalb Wiens. Die Smarts sind mit Navi, Klimaanlage, ABS & ESP, Radio usw. ausgerüstet. Weiters sind die Fahrzeuge mit einem Selbstbehalt von € 500.- vollkaskoversichert und haben eine Autobahnvignette.

Aber der Reihe nach:

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Der Leuchtkäfer von VW

Eine ziemlich spektakuläre Werbeform hat sich VW für den neuen Beetle einfallen lassen. In Zusammenarbeit mit der Gewista und der Erich Götzinger WerbegesmbH wurden riesige 24-Bogen-Plakate entwickelt, die mit LED-Technik erleuchtet und animiert werden. Der Effekt ist ziemlich überraschend! So stellt man sich die Werbung des 21. Jahrhunderts vor:

Wer sich das „live“ ansehen will: eines der Plakate hängt an der Ecke Wagramer Straße/ Arbeiterstrandbadstraße, unübersehbar wenn man stadteinwärts fährt und an der Ampel halten muss. Wer weitere Standorte kennt – ab damit in die Kommentare!

Fotos & Animation: Gewista

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Pflichttermin für Benzinbrüder: Saisonausklang im Motorradmuseum

Am 29. und 30. Oktober 2011 findet im Motorradmuseum Sigmundsherberg das „Komm und schau“-Wochenende statt. Wer das noch nicht kennt, hat was versäumt: es handelt sich dabei um eine sensationelle Sammlung historischer Zweiräder von 1905 bis 1985 (die größte Sammlung Österreichs!), zusammengetragen vom Museumsbetreiber Fritz Ehn seit 1962. Jeweils von 10-17:00 kann man die alten Bikes zu ermäßigten Eintrittspreisen besuchen, als Rahmenprogramm wird zur Anreise mit dem eigenen zwei- oder vierrädrigen Oldtimer bis Baujahr 1985 aufgerufen. Somit sollte sich der Event zu einem ziemlich großen Treffen von Benzinsüchtigen entwickeln – wir sind gespannt (und natürlich mit dabei).

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