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VW T1 Bulli

VW T1Der VW Bus (Werkscode: Typ 2 Transporter 1) wurde Ende der 1940er-Jahre entwickelt. Aus dem VW Käfer stammten der luftgekühlte Boxermotor (mit anfangs nur 25 PS!) und das Getriebe. Durch eine zusätzliche Untersetzung betrug die Höchstgeschwindigkeit nur etwa 80 km/h. Das Fahrzeug hatte Trommelbremsen an allen vier Rädern und eine für heutige Begriffe ziemlich spartanische Ausstattung, wie der Blick in den Innenraum zeigt. Der Motor befand sich im Heck des Fahrzeugs, daher war die Ladefläche nicht eben, sondern hatte hinten ein Stufe, unter der sich der Motor befand. Die Nutzlast wurde mit 750 kg angegeben. Man kann sich also vorstellen, wie behäbig die Fortbewegung mit einem voll beladenen Bus gewesen sein muss. Die Heizung des Busses war durch die Luftkühlung des Motors ineffizient und bei tiefen Temperaturen ziemlich wirkungslos. Dennoch war der Bus ein Verkaufshit: dank relativ niedrigem Kaufpreis und problemloser Technik fand das Fahrzeug viele Fans: vom T1 wurden von 1950 bis 1967 etwa 1,8 Millionen Exemplare gebaut.

VW T1 HeckansichtWeil die meisten VW-Transporter im harten Arbeitseinsatz standen, sind von der Baureihe T1 nicht allzuviele erhalten geblieben. Die meisten hat der Rost gefressen, außerdem konnte niemand ahnen, dass aus dem schnöden Arbeitstier einmal ein Kultgefährt werden würde. Insbesondere die Version „Samba“ (der Personentransporter mit insgesamt 27(!) Fenstern) wird mittlerweile zu Fantasiepreisen gehandelt, selbst für schrottreife Exemplare zahlen Sammler tausende Euro. Für einen Samba in Top-Zustand muss man derzeit etwa 70.000 Euro anlegen, für restaurierungsfähige „Leichen“ ist man schon ab 20.000 Euro dabei (siehe z.b. AutoBild Klassikmarkt). VW hat darauf reagiert und bietet die Restaurierung von VW-Bussen aller Baujahre in der werkseigenen Bulliwerkstatt an.
Das abgebildete Fahrzeug dürfte aus der Zeit zwischen 1960 und 1962 stammen: die Heckklappe hat noch das kleine Fenster (-1963), es sind bereits Blinker anstelle von Winkern verbaut (ab 1960, aber noch nicht die flachen Blinkleuchten, sondern die liebevoll „Warzenblinker“ titulierte Variante, die bis 1963 verwendet wurde), außerdem ist die vordere Sitzbank noch durchgehend (Fahrersitz einzeln gabs ab August 1962) – Quelle. Sofern der Motor noch original ist, hat das Fahrzeug also 30-34 PS aus 1.192 cm³ Hubraum.

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Autor: Ernst Michalek

Ausgebildeter KFZ-Techniker, Internetspezialist, geprüfter Fahrschullehrer. Fährt & repariert alte Autos. Fährt Tretroller. Liebt Benzingeruch und Autorennen. Auch online auf www.egm.at

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