Permalink

2

Verkehrssimulator

Welche Effekte sind eigentlich dafür verantwortlich, daß ein Stau entsteht? Was bringen Tempolimits vor Engstellen? Wieviele Fahrzeuge kann eine Straße aufnehmen? Wie beeinflusst eine Steigung, eine Ampel oder die Sperrung einer Fahrspur den Verkehrsfluss? All diese Fragen beantwortet ein Online-Verkehrssimulator der TU Dresden, mit dem man typische Verkehrssituationen nachstellen und simulieren kann. Die Eckdaten der Simulation wie Anzahl der Fahrzeuge pro Stunde, Tempolimit, LKW-Anteil, einen „Höflichkeitsfaktor“ und vieles mehr kann man mit Schiebereglern beeinflussen. Die Ergebnisse sind verblüffend – bei Sperrung einer Fahrspur etwa gibts genau einen Wert fürs Tempolimit, bei dem kein Zusammenbruch des Verkehrsflusses erfolgt. Sowohl zu langsam als auch zu schnell funktioniert das System nur ganz kurze Zeit. Sollte man ausprobiert haben!
(gefunden bei Konsumkinder)

Autor: Ernst Michalek

Ausgebildeter KFZ-Techniker, Internetspezialist, geprüfter Fahrschullehrer. Fährt & repariert alte Autos. Fährt Tretroller. Liebt Benzingeruch und Autorennen. Auch online auf www.egm.at

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren

    ich finde Ihren Simulator sehr interessant und bemerkenswert. Wenn ich Sie richtig verstehe kann man aus dem Modell eine Höchstbelastung an Fahrzeugen und eine maximale/optimale Geschwindigkeit bestimmen. Daraus stellt sich für mich einige Fragen:
    – Können wir uns für immer mehr Mobilität entscheiden oder ist eine Regionalisierung (keine Globalisierung) und damit eine gewisse Nationalisierung besser?
    – Können immer mehr Güter (Rollende Lager bei Lieferung Just in Time) auf die Straßen verlagert werden oder führt dies zum (wirtschaftlichen) Zusammenbruch (Stichwort: Güter auf die Bahn)?
    – Können wir aus verkehrstechnischen (nicht umweltbedingten) Gründen uns für mehr Verkehr aussprechen (Stichwort: Jeder 3 Arbeitsplatz hängt angeblich vom Auto ab)?
    – Sie haben in Ihrem Modell einen „Höflichkeitsfaktor“ eingeführt, vielleicht könnte man auch von einem Respektsfaktor (vom lat. (Be)Achtung, Berücksichtigung) sprechen, wobei damit auch ein Sicherheitsabstand und die Beachtung von menschlichen Fehlern (Rücksichtsloses Fahrverhalten, genseitiger Stress) mit einzurechnen ist. Stress, Stau, Unfälle und körperliche Verletzung sind die mögliche Folge.

    Möglicherweise verstehe ich Ihren Simulator falsch.
    Soweit ich weiß, fördert das Land oftmals internationale Wissenschaft und internationale Mobilität.
    Daher eine weitere Frage: Wie passt dies zusammen?
    Würden Sie aus Ihren Untersuchungen schließen, dass mehr Menschen nicht beruflich weitere Strecken zur Arbeit pendeln sollten (sondern gegebenenfalls auch länger daheim bleiben und Arbeitslosengeld erhalten sollten): Stichwort Extrempendler?

    Vielleicht haben Sie diese Fragen schon in einem Fachvortrag veröffentlicht, sodass mir ein Link oder eine Quellenangabe weiterhilft.

    Vielen Dank und viele Grüße

    M. Schlindwein

  2. @Schlindwein: bitte für derartige Fragen an die Entwickler des Simulators wenden. Wir sind nur das Medium, das darüber (vor fast 7 Jahren) berichtet hat…

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


ACHTUNG: Dieser Beitrag ist über 5 Jahre alt. Möglicherweise findest Du in neueren Einträgen in diesem Weblog aktuellere Informationen zu diesem Thema. Verwende dazu die Suchfunktion links oben in der Seitenleiste.