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Der glücklichste Mann Russlands

Wer weiß, wie dieser böse Crash ausgegangen wäre, wenn der Mann nicht in einem Fahrzeug mit umfangreichen passiven Sicherheitsmaßnahmen sitzen würde… 😉
Spaß beiseite: der hier zerlegte Lada Nova wird seit 1979 unverändert gebaut und basiert konstruktionstechnisch auf dem Fiat 124, einem PKW aus den 1960er-Jahren. Es ist tatsächlich ein Wunder, dass hier mehr als ein paar Fleischfetzen übriggeblieben sind.

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Wenn der Anhänger pendelt oder: zwei Autos auf einmal zerlegen

Mit einer vernünftigen E-zu-B-Ausbildung wäre das nicht passert – dieser Pechvogel zerlegt gleich zwei Autos auf einmal. In diesem Fall geht die Aktion ohne Personenschaden aus, aber es kann weit schlimmer kommen. Blöderweise ist meist der Fahrer schuld, plötzliche technische Defekte sind vergleichsweise selten. Man sollte daher die Ursachen kennen, warum ein Anhänger zu pendeln beginnt:

  • zu hohes Tempo
    Mit dem Anhänger hinterm Auto fällt Tempobolzen sowieso aus. Abgesehen davon, dass ohnehin nur 80 oder 100 km/h je nach Anhängertyp erlaubt sind – selbst das kann zu viel sein!
  • Spurrillen/Spurwechsel
    Ein Gespann reagiert viel empfindlicher auf Spurrillen als ein PKW alleine. Abhilfe: wenn möglich etwas versetzt fahren, rechtzeitig Tempo reduzieren. Beim Spurwechsel sollte man hektische Lenkmanöver vermeiden. Kritsich und gefährlich kann es werden, wenn beide Dinge zusammenkommen: beim Spurwechsel aus Spurrillen heraus, etwa zum Überholen auf der Autobahn kann das Gespann unrettbar aufschaukeln.
  • Wind
    Wetterbedingter Wind ist unangenehm, wenn man mit einem Anhänger unterwegs ist, besonders bei stark wechselnder Windstärke und Böen. Achtung auch nach Tunnelausfahren, dort wartet oft heimtückischer Seitenwind. Und auch der Luftzug durch vorbeifahrende Fahrzeuge oder beim Überholen von LKW kann das Gespann in eine kritische Situation bringen.
  • falscher Reifenluftdruck am Anhänger oder Zugfahrzeug
    Bei zu geringem Luftdruck drohen einerseits Reifenüberhitzung und in weiterer Folge Reifenschäden, aber selbst wenn der Pneu das überlebt, leidet das Fahrverhalten unter zu wenig Druck. Empfohlene Werte findet man in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.
  • falsche Stützlast
    Durch falsche Beladung lastet zu wenig oder zu viel Gewicht der Anhängerdeichsel. Bei zu geringer Stützlast beginnt das Gespann schon bei geringen Geschwindigkeiten zu pendeln. Aber auch zu hohe Stützlast kann zum Problem werden. Beachten Sie daher die vom Anhängerhersteller empfohlenen Werte, wobei sie die maximal zulässige Stützlast für die auf ihrem Fahrzeug montierte Anhängekupplung nicht überschreiten dürfen. unverzichtbares Helferlein dabei: eine Stützlastwaage, wie man sie um wenig Geld im gutsortierten Campingfachhandel oder online bekommen kann. Als Faustregel für die minimale Stützlast gilt ca. 4% des zulässigen Anhängergewichts.
  • defekte Stoßdämpfer am Anhänger oder Zugfahrzeug
    Defekte stoßdämpfer wirken sich schon im Solobetrieb dramatisch auf die Strassenlage eines KFZ aus, da bei defekten Dämpfern die Reifen „springen“, dadurch weniger Bodenhaftung und daher weit weniger Kräfte übertragen können. Umso wichtiger sind funktionierende Stoßdämpfer beim Gespannfahren. Daher mindestens einmal jährlich die Funktion überprüfen lassen. Das kann man um wenig Geld bei der jährlichen §57a-Überprüfung bei einem Automobilklub mit erledigen lassen.

Natürlich gibt es mittlerweile auch technische Hilfen, die das Fahren mit Anhänger erleichtern, indem das Pendeln weitgehend verhindert werden soll: Anti-Schlinger-Anhängekupplungen und das Anti-Schleuder-System ATC von Al-Ko können am Anhänger auch nachgerüstet werden, Opel und BMW bieten ein ESP für Anhängerbetrieb an, das man beim Kauf eines neuen Autos dazubestellen muss.  Aber die Grenzen der Physik können die besten Helferlein nicht verschieben – wer ZU schnell fährt und ZU hektisch am Lenkrad kurbelt, wird trotzdem sein Gespann im Straßengraben versenken.

Was kann man aber tun, wenn der Anhänger pendelt?

Es geistern viele „Hausmittel“ und schlichtweg falsche Ammenmärchen herum, die angeblich helfen sollen, wenn das Gespann zu pendeln beginnt. Mittlerweile wurden die verschiedenen Tipps ausgiebig getestet und viele dieser Dinge haben sich als Blödsinn herausgestellt (völliger Unfug ist es etwa, noch zusätzlich Gas zu geben, um „das Gespann zu strecken“).
Die einzig richtige Reaktion, wenn das Gespann zu pendeln beginnt: Lenkrad festhalten, NICHT gegenlenken (das verstärkt das Pendeln!) und beherzt auf die Bremse treten, um rasch Geschwindigkeit abzubauen. So überleben sowohl Fahrer als auch Gespann diese kritische Situation.

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Kinder richtig anschnallen

Es ist in Österreich gesetzlich vorgschrieben, dass Kinder unter 14 Jahren und einer Körpergröße von weniger als 150 cm im Auto nur angeschnallt in einem passenden Kindersitz transportiert werden dürfen. Trotzdem ist mangelnde Kindersicherung nach Alkohol am Steuer das zweithäufigste Vormerkdelikt. Laut ÖAMTC waren 7,5% der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder im Auto völlig ungesichert! Viele schwere Verletzungen oder Todesfälle hätten mit richtiger Sicherung verhindert werden können.

In Deutschland sieht die Lage leider ähnlich düster aus. In der Altersgruppe ab 6 Jahren waren dort innerorts nur 58 Prozent in altersgerechten Rückhaltesystemen gesichert unterwegs. Das Allianz Zentrum für Technik hat sich daher intensiv mit der Sicherung von Kindern im Fahrzeug beschäftigt und etliche Versuche durchgeführt, um die Wirkung von richtiger und falscher Sicherung zu testen. Im Zuge der Versuche wurde ein Schulfilm mit dem (in Deutschland bekannten) Kindermoderator Willi Weitzel gedreht, der Schulen und der Polizei zur Verfügung gestellt wird. Man will auf diese Art die Kinder direkt ansprechen und sie dazu animieren, sich selbständig und ohne Aufforderung durch die Eltern anzuschnallen. Wir finden, der Film ist altersgerecht und durchaus gelungen: Weiterlesen →

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Überholen ist gefährlich

ueberholenZu den gefährlichsten Manövern, die man als Autofahrer zu erledigen hat, zählt sicher das Überholen. Gegenverkehr, mangelnde Sicht und die Geschwindigkeitsdifferenz zum Vordermann bergen ein recht hohes Gefahrenpotential. Deshalb sollte eine solche Aktion gut überlegt und abgeschätzt werden, damit der Überholvorgang sicher und ohne Gefährdung von sich selbst oder anderen Verkehrsteilnehmern abgeschlossen werden kann. Geradezu lebensgefährlich wird es, wenn der Überholvorgang von Motiven wie Zorn oder Wut gesteuert wird, etwa die Wut auf den Vordermann weil dieser zu langsam unterwegs ist. Was dabei herauskommen kann, zeigt dieses Video: der Fahrer des weißen Mitsubishi setzt zum Überholen an, weil die Vordermänner ihm offenbar nicht schnell genug unterwegs sind. Durch den raschen Spurwechsel bringt er Unruhe ins Auto, schleudert und crasht dabei den Mercedes von der Straße. Dieser hatte wohl bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts vom Drängler zwei Fahrzeuge hinter ihm gemerkt. Ein nachfolgender PKW kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fährt dem Mercedes auch noch in die andere Seite. Zwei weitere Fahrzeuge können durch Bremsen bzw. Ausweichen eine Beteiligung knapp verhindern. Fazit der Aktion: drei zerstörte Fahrzeuge, zwei der Fahrer sind am Blechsalat völlig unschuldig.
Und der Verursacher ist um keine Sekunde früher am Ziel.

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Crashtest: Baujahr 1959 gegen Baujahr 2009

Das amerikanische Insurance Institute For Highway Saftey hat anlässlich seines 50-jährigen Bestehens einen ganz besonderen Crashtest durchgeführt. Es wurden dabei ein Chevrolet Bel Air, Baujahr 1959 und ein aktueller Chevrolet Malibu aus dem Modelljahr 2009 halbseitig versetzt frontal aufeinandergehetzt. Mit dem unfassbaren Ergebnis sollte gezeigt werden, wie sehr sich die passive Sicherheit der Fahrzeuge in diesen 50 Jahren weiter entwickelt hat. Der neue Malibu fährt nahezu ungebremst bis zur Rückbank des alten Bel Air durch. Resultat des Tests: bei einem echten Crash hätte sich der Fahrer des modernen Autos leicht am Knie verletzt. Der Fahrer des Oldtimers wäre sofort tot gewesen.

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Frontalcrash mit Bus gefilmt

Ein Autobus mit mehreren montierten Kameras war vor einigen Tagen in einen Frontacrash verwickelt – und die Kameras haben alles mitgefilmt. Man sieht den Bus aus einer Haltestelle ausfahren, kurz danach gerät ein entgegenkommender PKW über die Mittellinie und kollidiert frontal mit dem Bus. Der PKW-Insasse steigt aus eigener Kraft aus, es dürfte ihm also nicht viel passiert sein. Die Polizei geht davon aus, daß der Fahrer eingeschlafen sein dürfte.

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Passive Sicherheit einst und jetzt

In diesem eindrucksvollen Video ist ein interessanter Crashtest zu sehen, den der deutsche Automobilclub ADAC durchführen ließ. Es treten ein aktueller Ford Fiesta und ein 20 Jahre alter Ford Sierra mit 56 km/h im Frontalcrash mit 50% Überdeckung gegeneinander an. Das Ergebnis ist erschreckend: im Uralt-Sierra kollabiert dabei die Fahrgastzelle und der Fahrer wird eingeklemmt. Somit hätte der Fahrer zumindest schwere Verletzungen, wenn er den Crash überhaupt überlebt hätte. Anders im aktuellen Kleinwagen Fiesta, denn dort lässt sich sogar die Fahrertüre ohne extreme Kraftanstrengung öffnen. Beeindruckend, wie sich die passive Sicherheit unserer Fahrzeuge weiterentwickelt hat.

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